Morgen ist es erstmal vorbei mit Schmuddelwetter und enttäuschten Frühlingsgefühlen. Hoffentlich. Denn ich bin erstmal für eine Woche weg und werde die schöne Insel La Gomera auf Wander- und Wein-auf-der-Terrasse-Tauglichkeit prüfen. Kein TV, kein Telefon, vor allem kein Internet. Nur Natur und Bücher. Aber was lesen? Es gibt so viele tolle Romane, eine kleine Twitter- und Facebook-Umfrage brachte schnell viele Vorschläge, hier ein Überblick der Empfehlungen, der mich stolz macht angesichts der kulturellen Versiertheit meines Freundeskreises. Danke an alle!
Von Matthias: “Der Nazi und der Frisör” von Edgar Hilsenrath- laut Spiegel “eine Satire über Juden und SS. Ein Schelmenroman, grotesk, bizarr und zuweilen von grausamer Lakonik …”
Von Verena: “Die Welt ist nicht immer Freitag” von Horst Evers : “Horst Evers’ schrägen Geschichten ist ihre Kneipenherkunft anzumerken” meint Klaus Bittermann via Perlentaucher. Schräge Kneipengeschichten, das klingt wie gemacht für mich.
Von Hans Inherent Vice von Thomas Pynchon (“leichter Brocken”) und Infinite Jest von David Foster Wallace (“schwerer Brocken”)
Von die_anderen und gawd668 Matt Ruffs “Fool on the hill” und “Ich und die anderen”
sowie von Tom Robbins “Völker dieser Welt relaxt” und “Halbschlaf im Froschpyjama”
von @nilzenburger Dave Eggers – Ein herzzerreißendes Werk von umwerfender Genialität
von @herr_kiebig Im Wald der gehenkten Füchse von Arto Paasilinna
von @SPD_amin Christian Krachts Faserland
Von @reen3000 “Die Zunge Europas” von Heinz Strunk oder “Kill your friends” von John Niven
Von nordfischbaby “Hard Boiled Wonderland” von Murakami, “Und im Zweifel für dich selbst” von kumullus und “Ein perfekter Freund” von Martin Suter
Und dann kamen noch:
Von Julia: Hairstyles of the Damned von Joe Meno
Von Anne: Das Buch der Illusionen von Paul Auster
Von Maria: Siri Hustvedt – Sorrows of an American oder What I Loved
Von Benjamin: The Road von Cormac Macarthy und The Terror von Dan Simmons
Von Imran: Rawi Hage: Als ob es kein Morgen gäbe und Junot Diaz: Das kurze wundersame Leben des Oscar Wao
Damit nicht genug, ich musste die Geschichte natürlich abends auf einer Party erzählen mit dem Effekt dass ich noch mehr Autoren und Bücher empfohlen bekam: Neil Stephenson, Bräuning, Alexander Osang, Bruce Sterlin, “Ich schlage vor dass wir uns küssen”, Basil Davidson, Tiziano Terzani, Gregory David Roberts “Shantaran”, Fabrizio Gatti “Bilal”.
Ein Buch habe ich schon, das ich auf jeden Fall mitnehmen werde: “Generation Porno” von Johannes Gernert und ich jetzt gehe ich los und besorge mir noch ein paar andere. Toll! Das wird mich sicher auch über den Urlaub hinaus vom Fernsehen befreien. Ich danke euch allen sehr und vielleicht schreibe ich anschließend noch die eine oder andere Rezension.
Vor ein paar Wochen war ich ja in Paris und es war toll. Viel schöner als ich erwartet hatte, um ehrlich zu sein. Das Wetter mit seiner golden-milden Oktobersonne war daran nicht ganz unschuldig, tatsächlich war es so angenehm draußen dass man gar keinen Fuß in ein Museum setzen wollte, sondern nur durch die Gegend laufen. Was wir dann auch gemacht haben, nur ganz am Ende habe ich mir dann doch noch das architektonisch unglaublich aufregende Musée am Quai Branly angeschaut (das aber innen dann nicht mehr ganz so irre ist wie außen).
Die Wohnung war auch irre (gefunden via Homelidays, danke für den Tipp, Lisa!), denn sie hatte 4 Etagen. 4! Dafür aber auch nur ca. 15qm Grundfläche, aber alles war drin was man brauchte. Wir durften sogar die CDs hören und die Comics lesen, die in der Wohnung waren, normalerweise wohnt dort nämlich ein Fotograf, Lehrer und Kletterer, das merkte man an all den schönen Büchern, der Fotokunst und den Kletterhaken die an die Wände geschlagen waren. Kochen konnte man dort auch sehr gut, einmal haben wir uns aber ein Diner in einem kleinen gemütlichen Restaurant im Marais gegönnt, dort wird mit viel Liebe und ganz einfach gekocht, dazu gab es lockeren Jazz von zwei Gitarren, der Tip: L’attirail in der rue au marie.
Und hier: Fotos!
Looking back at Reboot11
July 1, 2009 on 3:51 am by Thomas | In Art, Science, travelling | Say something!Danish is a funny language. Let alone pronouncing the Reboot11’s venue “Kedelhallen” correctly is a command of its own. It’s something like “cahilhäln” but we never got it right. Said it, looked into puzzled faces, wrote it down and were told “oh, you mean cahilhäln!” Finally got there, were amazed.
An old industrial building with several rooms, the walls covered with handwritten paper and plans and rooms and talks, with small wooden chairs outside and a 3d printer which can repair its 3d printer brother and a supercreative crowd who didn’t care about business cards and seemed to be really interested in answers (not the kind of people that ask “so, what do you do?” and then look the other way).
And: Whenever talks mentioned the word “crisis”, they never meant the financial crisis but were talking about the climate crisis ahead and how to adress it with smart technology and will. Most of the sessions I found interesting, but I was surprisingly dissapointed by two internet legends who seemed not to care so much about inspiring people: Dave Winer who just let the audience talk and produced a lot of unstructred noise (nothing against open mic but without some outlines there will be nothing of substance) and Stowe Boyd who told us to use our rights on the net. Yeah, thanks.
But some stuff was truly amazing, there was a hellride through all sorts of geo location examples and tools by Andrew Turner, a very dark yet humorous speech by Bruce Sterling (“get the best bed you can get!”) and again, the Placebo of tech festivals, David Weinberger about Cyberutopianism. Not to mention Tor Nørretranders who showed us how literally sharing your shit makes things better.
Look for more posts about reboot11, thank you again Peter for suggesting me to go!
Naples, Napoli, Neapel 2009
June 22, 2009 on 12:01 pm by Thomas | In Naples, travelling | Say something!Four days of wonderful magically walking around and seeing beautiful old and new stuff, enjoying the Italian dolce vita with good food, vine, sun and relaxation.
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